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Im Laufe der Geschichte der Menschheit gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Waffen und der entsprechenden Gegenmassnahme, der Rüstung.
Die Krieger versuchten stets die wichtigsten Körperstellen zu schützen. Das führte zu der Erfindung des Schildes, danach zu der, des Helmes. Es gibt Funde von steinzeitlichen Helmen, welche aus auf Leder genähten Wildschweinhauern bestanden. Der nächste Schritt war es, diese Technik auch auf andere Teile der Kleidung auszudehnen. So entstanden die ersten Schuppen- und Lamellenpanzer. Später wurden die Knochenplatten durch in kochedem Öl gehärtetem Leder und danach durch Metallplatten ersetzt. Aus der Bronzezeit (14 Jh. v.Chr.) stammen auch die ersten Plattenpanzer bei den griechischen Hopliten. Die Ausrüstung eines Hopliten bestand aus: Schild, Bronzehelm, bronzener Brustpanzer und Beinschienen (cnemidae).
Eine entscheidende Veränderung brachte die Entwicklung des Kettenpanzers, anscheinend durch die Kelten im 4 Jh. v.Chr. Der zweitälteste Fund (3 Jh. v.Chr.) von Kettengeflecht wurde auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens gemacht. [1]
Die Römer erkannten bald den Vorteil des Kettenpanzers (gute Schutzwirkung gegen Schnitte und nur geringe Eingeschränkung der Beweglichkeit) und führten ihn, bekannt als lorica hamata, neben der bekannteren lorica segmentata und dem Schuppenpanzer lorica squamata, bei den Truppen ein. All diese Rüstungen sind auf der Traianssäule und auf anderen Denkmälern, detailgetreu abgebildet.
Nach dem Zerfall des römischen Reiches, wurde noch lange Zeit der Kettenpanzer neben Textil- und Lederrüstungen verwendet. Wegen den hohen Herstellungskosten aber blieb der Kettenpanzer nur den oberen Gesellschaftsklassen vorbehalten.
Während den Kreuzzügen war der Kettenpanzer, welcher in der Zwischenzeit von einem einfachen Hemd, zu einer den ganzen Körper bedeckenden Rüstung weiterentwickelt worden war, die bevorzugte Rüstung der Ritter.
Der geringe Schutz des Kettenpanzers gegenüber Lanzen- und Schwertstichen sowie Pfeilen, führte zur Verwendung von zusätzlichen Platten, welche über die Kettenrüstung getragen wurden.
Das führte zu der Wiederaufnahme der älteren Idee, Metallplatten auf Textilunterlagen zu befestigen. So entstand eine Rüstung bekannt als "coat of plates", welche sich später zur "Brigandine" entwickelte.
Durch Bedecken von immer grösseren Teilen des Körpers mit Platten, gelangte man im 15-16 Jh. zu der Plattenrüstung.
Ausserhalb des europäischen Raumes war die Entwicklung des Plattenpanzers ähnlich, jedoch wegen dem verschiedenen Kampfstil, bei welchem mehr Wert auf Mobilität als auf Schutzwirkung gelegt wurde, bedeckte hier der Plattenpanzer nicht den gesamten Körper.
Durch die Erfindung und Verbreitung der Feuerwaffen, im 15. Jh., kamen die Rüstungen nach und nach ausser Gebrauch, da sie gegen die grosse Durchschlagskraft der Musketen und Arkebusen, keine Sicherheit mehr gewährten.

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